Unser Auto ist kaputt

Hallo ihr Lieben,
auf unserem Weg nach Dünkirchen ins Flüchtlingscamp hat unser einziges Camp-Fahrzeug einen Motorschaden erlitten

Das bedeutet, dass aktuell kein Auto für die unabdingbaren Versorgungs- und Einkaufsfahrten für die Lebensmittelzufuhr der Küche verfügbar ist. Das ist für uns eine absolute Katastrophe!

Die Reparatur des Fahrzeugs kostet ca. 3000€…
Um dies finanzieren zu können und weiterhin eine Essensversorgung der Flüchtlinge ermöglichen zu können, sind wir auf eure Hilfe im Sinne von Spenden angewiesen.

Bitte unterstützt uns hier. Gespendet werden kann unter:

Spenden

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Zurück in die Realität?!

Wir sind von unserem zweiten Einsatz in Dunkirk, in Nordfrankreich, zurück gekommen. Je länger wir uns dort im Camp bewegen und je besser wir die Menschen kennen lernen, desto seltsamer kommt uns unsere Welt und unsere Politik vor. Das Dublin-System ist verrückt und die Lebensumstände der Flüchtlinge haben nichts mit Menschenrechten zu tun. Trotz allen Widersprüchen und heftigen Geschichten, mit denen wir konfrontiert wurden, hatten wir aber auch viele schöne Erlebnisse. Wir haben unglaublich wertvolle Menschen mit klugen Gedanken getroffen und dafür sind wir Dankbar!

Das Küchenteam besteht mittlerweile aus Helfern und Campbewohnern gleichermaßen. Das funktioniert viel besser als das Trennen von Flüchtlingen und nicht-Flüchtlingen, was wir bei unserer ersten Fahrt kritisiert haben.
Auch die Bäckerei und die Fahrradwerkstadt laufen weiterhin gut.

Einer aus unserer Gruppe fährt schon am Mittwoch wieder nach Dunkirk und bleibt dann erst mal vor Ort. Der Rest möchte Richtung Juni nachkommen. Und noch mal die Bitte um eure Hilfe. Dieses Mal bitten wir euch, eure Geschirrschränke auszuräumen. Überschüssige Teller, Tassen und Schüsseln werden in Dunkirk dringend gebraucht. Und haben wir nicht eh alle etwas zu viel Geschirr zu Hause?

Falls ihr uns da weiterhelfen könnt, meldet euch einfach über Facebook: https://www.facebook.com/schoenere.willkommenskultur, E-Mail: info@schoenere-willkommenskultur.eu oder hier http://schoenere-willkommenskultur.eu/kontakt

Danke schon mal!

Ein Freund von uns, der seit ca. fünf Monaten in Nordfrankreich in verschiedenen Camps lebt, hat für uns einen Text über seine Situation geschrieben. Der Text ist auf Englisch, aber er gibt einen sehr persönlichen Einblick in die hoffnungslose Situation, in der sich die Menschen befinden. Darum wollen wir ihn euch nicht vorenthalten:

 

Any human whatever he does, or decision he/she makes, there is definitely some reason. Be sure that no one likes to leave their country, mother, father, sister, brother, friends, and peers. We had no other choice but to seek a better life and more secure peace. When I left my city, (Sulaimanyah) I went to Turkey then some other countries. After a lot of tiredness, rough times, and danger we arrived in Germany by foot. I will describe Germany in one sentence: it’s a sophisticated, high-tech, professional, clean, beautiful and lawful country. But in Germany those things are for their people, not for us. After 8 months of harshness without any result, they haven’t given a court appointment to indicate you destiny. I have spent 12000$ from Kurdistan till now. Now after 10 months they haven’t done anything for us. Everyone has a rough life. Some have decided to go to Italy, some to France, others to Britain. It has not been easy for those that have gone to these countries either. Once they arrived, there have been problems with fingerprint identification. After passing that road of death to Britain, fingerprints will be detected and they will deport him to the country he did the fingerprint. I am sure and have no doubt that even if pass that road of death to Britain they will deport me 100% to Germany. I have been documented here and must remain because of the European Union law. I am so disappointed. I am exhausted physically and mentally, I can’t take it anymore. I ultimately must choose between 2 really bad choices. Either, I have to stay in Europe without work until the end of my life. I will be unsettled which is very difficult to tolerate. Or I can go back to my country. This is also very difficult after all the pain and all the money I spent and that my country’s situation become worse.

 

Übermorgen ist es schon wieder so weit

Wie ihr ja wisst wollen wir Mittwoch wieder mit 5 Leuten für eine Woche nach Grande Synthe (bei Dunkirk in Frankreich) fahren. Dort sind wir vornehmlich damit beschäftigt zu kochen, machen nebenbei aber immer auch noch kleinere Projekte wie die Bäckerei, eine Fahrradwerkstatt und alles was uns eben so einfällt. Für die Küche gibt es allerdings immer ein paar Sachen die wir teuer vor Ort kaufen müssen. Daher hier eine Spendenbitte: Wenn ihr uns Tahin, Kokosmilch, 2 große Schneidebretter und ein paar scharfe Messer spenden würdet, wäre das toll! Wenn ihr etwas über habt, könnt ihr das gerne in die Grundstraße 32 bringen. Am besten ihr schreibt vorher kurz an info@schoenere-willkommenskultur.eu, http://schoenere-willkommenskultur.eu/kontakt oder ihr ruft mich eben an 015788857045

Euer Verein für eine Schönere Willkommenskultur

Hallo allerseits!

Entschuldigt die lange Zeit, in der wir nichts geschrieben haben. Wir sind seit dem 8.4. wieder zu Hause und hatten alle erst mal viel zu tun. Auf der Fahrt ist viel passiert, wir haben viel erlebt, viel schönes aber auch schlechtes. Näheres erzählen wir euch aber noch mal bei einer anderen Gelegenheit. 

Gestern haben wir uns dann das erste mal nach der Fahrt getroffen, die letzte Fahrt besprochen und im gleichen Zuge beschlossen schon am Mittwoch wieder mit 5 Leuten nach Dunkirk zu fahren. Die Volunteers vor Ort sind grade extrem unterbesetzt, deshalb geht es für uns dann noch mal für eine Woche los. Weitere Infos folgen noch.

Bis dahin,

Euer Verein für eine Schönere Willkommenskultur

Grande Synthe
Grande Synthe

Bericht

Nochmal ein großes Hallo

Für einen Teil unserer Gruppe ist der erste Aufenthalt in Dunkerque seit Sonntag schon wieder vorbei, da wir wieder zur Arbeit oder Ausbildung müssen. Während unsere Kollegen also die Stellung halten, bin ich seit zwei Tagen wieder in Deutschland und hatte etwas Zeit meine Eindrücke zu verarbeiten.

Hier ist mein Bericht:

Wir haben unendlich viel Obst geschnippelt, Kartoffeln geschält, eine Bäckerei aufgebaut, wichtige Dinge eingekauft und bestimmt eine Millionen Liter schwarzen Tee gekocht.
Aber vor allen Dingen haben wir mit Menschen gesprochen. Und das war für mich fast genauso wichtig, wie Essen auf den Tisch zu bringen.

Die Verzweiflung, die Frustration und Ratlosigkeit, der ich begegnet bin, ist unbeschreiblich groß und es gibt keine Aussicht auf eine Verbesserung der Situation. Die Menschen sind vor Krieg und Verfolgung geflohen; die komplette Familie eines Freundes wurde beispielsweise 2014 im Irak vom so genannten IS getötet. Dann haben sie sich auf einen langen und gefährlichen Weg begeben, in ein besseres und sichereres Leben und haben dafür alles Vertraute in ihrer Heimat zurückgelassen. Nach der lebensgefährlichen Überfahrt nach Griechenland und dem langen Weg durch europäische Länder, die sie immer nur möglichst schnell wieder weiter geschickt haben, sind viele von Ihnen irgendwann in Deutschland angekommen. Hier allerdings haben Menschen aus dem Irak nur bedingt Chancen auf Papiere und eine Arbeitserlaubnis. Aus diesen Gründen oder aber auch, weil sie Familie in England haben, sind die Menschen dann noch weiter gewandert und nach Nordfrankreich gekommen.
Dort ist dann allerdings erst einmal Endstation. Die französische Regierung fühlt sich nicht verantwortlich und kümmert sich nicht um eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge. Im Gegenteil, sie haben Zelte und Hütten weggerissen und sind diesen Menschen mit noch mehr Gewallt gegenübergetreten. Alle Hilfe rund um Calais kommt von NGO’s und freiwilligen Helfern.

Also ergreifen die Menschen die einzige Möglichkeit, die Ihnen noch bleibt und das ist der Versuch auf illegalen Wegen nach England zu gelangen. Die Schmugglermaffia, die sich entwickelt hat, und die Macht die diese besitzt, ist sehr groß und erschreckend. Allerdings haben viele Leute erstaunlich offen mit mir über die Methoden der Schmuggler gesprochen.

Es ist erschreckend welchen Gefahren die Menschen sich und ihre Kinder aussetzen, um nach England zu gelangen. Sie legen sich auf LKW Achsen oder harren zum Teil über 20 Stunden in Tiefkühltransportern aus, nur um dann an der Grenze doch gefunden und wieder zurück geschickt zu werden. Die Gesichter der erfolglos zurückgekehrten Menschen waren wohl das am schwersten zu Ertragene in Dunkerque.
Und dann, in der Nacht von Freitag auf Samstag ist ein Junge aus dem Camp auf der Flucht gestorben, er lag auf einer LKW Achse und der LKW war in einen Unfall involviert, so das der 17 jährige Junge herunter gefallen und gestorben ist.
Die Stimmung im Camp am nächsten Tag ist schwer in Worte zu fassen. „Was sind wir?“ fragte mich einer meiner neuen Freunde, „sind wir keine Menschen? Haben wir keine Rechte?“

Was soll man darauf antworten? Wir sind alle gleich! Natürlich gibt es Unterschiede in der Kultur und der Geschichte die man beachten muss, aber am Ende kommt es auf die Situation und die Zeit an, in der wir Leben. Waren unsre Großeltern nicht auch noch Flüchtlinge?

Niemand sollte in Europa in einem solchen Elend leben müssen, wie man es in Nordfrankreich findet. Niemandem sollte die Möglichkeit vorenthalten werden einer Beschäftigung nachzugehen und sein eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Und erst recht sollte auf unserem Kontinent niemand gezwungen sein sich in lebensgefährliche Situationen zu begeben und möglicherweise zu sterben.

Der Flüchtlingsrat aus dem Camp in Dunkerque hat als Reaktion auf den Tod des Jungen einen offenen Brief an die englische Regierung geschrieben, ihr findet diesen als Foto beigefügt. Bitte lest, teilt und verbreitet ihn um damit Druck aufzubauen!

Wir bleiben weiterhin vor Ort aktiv und berichten euch von allen neuen Geschehnissen und Aktionen. Falls ihr unsere Sache unterstützen wollt, könnt ihr das auf viele verschiedene Weisen tun:

– Erkundigt euch nach den Möglichkeiten neu Angekommene in eurer Nachbarschaft zu unterstützen, lernt sie kennen und seit als Menschen für andere Menschen da.

– Organisiert eure eigene Fahrt! Wenn ihr Zeit und Kraft habt meldet euch bei uns oder bei der IHA http://www.iha.help/ .

– Wenn ihr noch Klamotten, Schlafsäcke, Schuhe oder sonstiges habt was ihr nicht mehr braucht, nehmen wir es gerne mit auf unsere nächste Fahrt, meldet euch einfach. Eine Liste von allem was wir brauchen findet ihr weiter unten auf unserer Seite.

– Falls ihr ein paar Euro übrig habt, können wir euch versprechen, dass sie da ankommen, wo es gebraucht wird, und leider wird es gebraucht. Auch zum Thema Geld spenden findet ihr auch hier auf unserer Seite.

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Ein erster Eindruck

Hallo an alle Unterstützer, Unterstützerinnen, Freunde, Freundinnen und Interessierte aller Art.

Seit Freitag Abend sind wir jetzt in dem neu eröffneten Camp in Dunkirque in der Nähe von Calais in Nordfrankreich. Hier leben zur Zeit etwas über 1500 Flüchtlinge, die meisten von ihnen sind irakische Kurden. Alle wollen aus verschiedenen Gründen unbedingt nach England. Da England aber keine Flüchtlinge einreisen lassen möchte, stranden die menschen hier, manche mit denen wir gesprochen haben sind schon seit einem halben Jahr hier. Viele von ihnen haben in Calais im sogenannten Junglecamp gelebt, bevor es Großteils geräumt wurde und die menschen hierher umgezogen sind. Das neue Camp ist eigentlich sehr gut organisiert, es gibt kleine Holzhütten in denen bis zu sechs Menschen leben, diese sind nur dürftig gedämmt und die meisten Haushalte verfügen auch über einen Ofen oder eine Kochmöglichkeit. Es gibt drei mal pro tag essen für alle und die Toiletten und Duschen sind verhältnismässig sauber und hygienisch.
Je länger wir aber hier sind und mit je mehr Menschen wir hier sprechen, desto klarer wird wie aussichtslos die Situation für die Menschen ist und wie müde sie von all dem sind, was sie erlebt haben.

Unsere Aufgaben hier sind vielfältig. Wir unterstützen die Volxküche München, die hier jeden Tag für Frühstück und Abendessen für über 1000 Menschen sorgt und einen wirklich guten Job macht. Das heißt viel schnibbeln, abwaschen, einheizen, kochen und an der Ausgabe helfen. Es wird im Moment noch viel gebaut, die Hütten bekommen noch Vorbauten und es werden Gemeinschaftsküchen aufgebaut, hier und bei anderen organisatorischen arbeiten helfen wir mit. Ein junger Mann, der ein paar Monate lang im Jungle in Calais gelebt hat sagte: „die Umstände im neuen Camp sind zwar viel besser, aber im Jungle hatte ich wenigstens etwas zu tun und konnte arbeiten“. Sowohl in der Küche als auch beim Bauen könnte man die eigentlichen Bewohner des Camps viel mehr mit einbinden, denn davon würden alle profitieren. Den Leuten ist es zum Teil auch unangenehm jemand anderem zur Last zu fallen, sie wollen wieder unabhängig sein. Wir hoffen, dass wir in unserer Zeit hier etwas in die Richtung bewegen können.
Heute haben wir in einer kleinen outdoor Bäckerei mit zwei Öfen eingeheizt und Mehl, Wasser, Öl und Salz zur Verfügung gestellt, damit die Menschen ihr eigenes, kurdisches Brot backen konnten. Das hat sehr gut funktioniert und es war den ganzen Tag etwas los. Außerdem werden wir Fahrradflickzeug besorgen, sobald die Feiertage vorbei sind und eine Art Freischrauber Nachmittagswerkstatt anbieten.

Was noch erstaunlich ist, ist die Tatsache dass viele der Bewohner zuerst in Deutschland waren, dort aber nicht bleiben wollten, weil sie nicht arbeiten durften oder unfreundlich behandelt worden sind. Sie sind lieber hier mit der geringen Hoffnung irgendwann nach England zu gelangen als in Deutschland in einer unserer Turnhallen bleiben zu müssen und nicht arbeiten zu dürfen.

Darum fordern wir an dieser stelle noch ein Mal ganz deutlich eine Schönere Willkommenskultur! In Deutschland, Europa und überall wo Menschen sich ein besseres und sichereres Leben aufbauen wollen!

Flüchtlinge sind keine hilfsbedürftigen Menschen, aber unsere Asylpolitik macht sie zu welchen.

Also tröpfeln wir weiter Wasser auf den heißen Stein und versuchen mit unserer Energie und euren Spenden den Menschen hier das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Euer SWK Team ❤️

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Wir sammeln noch Kleidung

In knapp drei Wochen geht es los und wir sammeln wieder Sachspenden. Wenn ihr etwas der unten aufgezählten Dinge habt, sagt uns Bescheid! Wir sind über die Facebook-Seite, info@schoenere-willkommenskultur.eu und das Kontaktformular unserer Website erreichbar. Auch kleine Spenden helfen schon, also guckt in euren Kleiderschrank, den Dachboden oder die Abstellkammer und schreibt uns.

Wir brauchen vor allem wetterfeste und warme Kleidung. Sachen wie Hemden, T-Shirts, kurze Hosen oder Sommerjacken können wir nicht so richtig gebrauchen. Und achtet bitte auch darauf, dass die Klamotten nicht zu abgenutzt oder dreckig sind.
Was gebraucht wird:
– Schlafsäcke
– Männer Schuhe, Gummistiefel Größe 42-45 (Festes Schuhwerk, es ist ziemlich schlammig in Dunkerque)
– Männer Jacken/ Mäntel Größe S/M (Auch hier wetterfeste Kleidung)
– Männer Pullover Größe S/M
– Männer Hosen S/M
– Frauen Hosen Größen S/M (keine Röhrenjeans, eher komfortablere Hosen)
– Frauen Leggings Größen S/M
– Frauen Schuhe/ Stiefel, Gummistiefel Größen 37-41
– Kinder Socken
– Kinder Jogginghosen/ Hosen (jedes Alter)

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Der Termin ist festgeklopft – unsere nächste Tour steht

Wir fahren vom 25.3-8.4. nach Dunkerque oder nach Idomeni. Und dafür brauchen wir natürlich wieder eure Hilfe. Also wenn ihr ein paar Euro übrig habt, unterstützt uns! Kontoverbindung steht unten, spenden könnt ihr sonst in der Seitenleiste über betterplace.org.
Warum diese Orte?
Als wir im November letzten Jahres in Idomeni waren, bot sich uns bereits ein Bild, welches schwer in Worte zu fassen ist. Die Leute hatten Hunger und Hygiene war Mangelware. Zu der Zeit kampierten dort ca. 3.000 Menschen. Jetzt sind in diesem Camp, was eigentlich gar kein richtiges Camp ist, ca. 10.000 Menschen. 10.000 Menschen am Rande eines kleinen griechischen Dorfes direkt an der Grenze zu Mazedonien.
Ähnlich in Dunkerque, auch wenn die Situation dort schon fast verfahrener ist. Hier sind momentan ungefähr 2.500 Menschen (Angabe der IHA) in einem Camp, gedacht war dort nicht mehr als 100 Menschen unterzubringen. Die meisten von Ihnen versuchen nach England zu kommen, die wenigsten schaffen das auch. Obwohl die Behörden vor Ort versuchen die Hilfe Freiwilliger zu unterbinden, ist es möglich Essen und auch Kleidung ins Lager zu schaffen.
Gebraucht wird unsere Hilfe also an beiden Orten.

Kontoverbindung

Kontoinhaber: Fynn Handwerk – Verein für eine schoenere Willkommenskultur
IBAN: DE70290501010081690141
SWIFT/BIC-Code: SBREDE22XXX
Betreff: Schoenere Willkommenskultur

Es geht wieder los!

Liebe Unterstützer/Innen und Interessierte,

Wir planen unsere nächste Tour entlang der Flüchtlingsroute und möchten euch hierüber informieren und einladen uns zu unterstützen. Los gehen soll es am 25.3. Wir haben also noch ein bisschen Zeit zur Planung. Wohin es genau geht, steht natürlich noch nicht fest. Wie auch bei unserer letzten Tour, werden wir uns im Vorfeld sehr genau über die aktuelle Situation informieren und dann entscheiden, wo es am sinnvollsten ist hinzufahren.
Mögliche Ziele sind Calais in Frankreich (der Jungle), wieder Slavonski Brod in Kroatien, Dimitrovgrad oder Preševo‬ in Serbien oder natürlich Griechenland.
Wir werden wieder die Aufgaben übernehmen, die anfallen: Essen, Kleidung verteilen bzw. kaufen, aufräumen, helfen eben. Wer uns dabei unterstützen möchte, kann sich gerne bei uns melden – jede Hilfe ist willkommen! Schreiben könnt ihr uns über die Facebook Seite, über das Kontaktformular unserer Website oder direkt per Mail an info@schoenere-willkommenskultur.eu
Danke schon jetzt für eure Unterstützung, wir halten euch auf dem Laufenden.
Euer Verein für eine schönere Willkommenskultur

betterplace http://betterplace.org/p35662 

Bankverbindung

Kontoinhaber: Fynn Handwerk – Verein für eine schoenere Willkommenskultur

IBAN: DE70290501010081690141

SWIFT/BIC-Code: SBREDE22XXX

Betreff: Schoenere Willkommenskultur

Was wir bis jetzt erreicht haben – Und was wir noch erreichen wollen

Liebe Unterstützer/innen und Interessierte,

In diesem Beitrag möchte ich beschreiben was wir mit eurer Hilfe bis jetzt verwirklichen konnten.

Ende November 2015 sind wir mit zwei Autos und insgesamt 6 Vereinsmitgliedern nach Slavonski Brod in Kroatien gefahren. Beide Autos waren bis unters Dach voll mit Sachspenden (Schuhe, Mützen, Handschuhe, Hosen usw.) und auch gekauften Medikamenten und Sanitärgütern. In Slavonski Brod hatten wir eine Akkreditierung um das Lager betreten zu dürfen. Dort haben wir dann einen Teil unserer Spenden eingelagert und Tage später dann auch schon an die Refugees verteilt. Wir waren in Kooperation mit der IHA (http://iha.help) vor Ort und dafür zuständig, das Lager mit Klamotten und Hygiene-Artikeln zu verwalten. Diese brachten wir dann in ein großes Zelt (white tent), durch welches die Refugees kamen, um in eben diesem Zelt dann die Sachen an die Refugees zu verteilen, mit ihnen zu sprechen und ihnen etwas Wärme zu vermitteln.

Um den grundlegenden Aufbau des Lagers zu verdeutlichen, Slavonski Brod war ein reines Registrierungs- und Durchgangslager. Früher war das nicht so, deshalb stehen dort auch immer noch acht, wenn ich mich recht erinnere, große Zelte mit Etagenbeten, welche beheizbar und somit wintertauglich waren. Das war für uns alle immer etwas absurd, denn die Flüchtlinge kommen zum Teil in einem erbärmlichen Zustand an, hatten keine richtigen Schuhe, Jacken, Hosen, Pullis, diese Liste könnte ich noch weiter führen. Und anstatt diese Menschen dort für ein paar, und sei es auch nur Stunden, rasten zu lassen, wurden sie mit Bussen in das Lager gebracht, durch ein Gatter gedrängt, damit sie in einer Reihe bleiben, registriert, und anschließend durch das große Zelt (white tent) gebracht. In diesem haben wir dann gewartet.

Wir hatten oft nur wenig oder gar keine Zeit um uns um jeden Menschen einzeln zu kümmern, haben es aber nach Kräften versucht. Mit jeder Welle kamen ungefähr 1200 Menschen an. Diese sollten aber so schnell es ging abgehandelt werden. Und so kam es, dass die Polizei, die stetig vor Ort war, die Refugees – oft ziemlich unsanft – in die Busse drängten und uns so die Möglichkeit nahmen ihnen zu helfen.

Auch wenn ich an dieser Stelle erwähnen möchte, dass es nicht so einseitig war. Wir haben auch ganz tolle Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Als wir in Slavonski Brod ankamen war die Stimmung bei vielen, und gerade bei der Polizei, sehr gereizt. Nachdem wir dann aber ein paar Tage da waren und mit allen ein bisschen gequatscht haben, lockerte sich die Stimmung. Und so konnte man irgendwann mitbekommen, wie die eigentlich ja so grimmigen Polizisten, sich zu kleinen Kindern bückten und sie fragten ob sie nicht lieber ein neues paar Schuhe haben möchten, weil es sich in Sandalen im Winter nun mal wirklich schlecht läuft. Das hat uns einfach gezeigt, reden, kommunizieren, hilft. Man muss den Leuten klar machen, dass wir alles nur Menschen sind und uns gegenseitig nichts böses wollen. Und dann fangen wir auch an uns untereinander zu helfen.

Dank eurer Hilfe konnten wir eine Woche lang in Slavonski Brod helfen, mit den Refugees reden, ihnen wenigstens halbwegs vernünftige Anziehsachen und Hygieneartikel geben und das Lager etwas ordnen. Mit euren Spendengeldern waren wir in Slavonski Brod dazu in der Lage ca. 1000€ für Schuhe und Unterwäsche auszugeben und direkt an die Refugees zu verteilen!

 

So viel zu Slavonski Brod. Nachdem wir ein paar Tage dort waren, haben wir über eine Facebook-Seite die Nachricht gesehen, dass in Idomeni, ein Grenzort an der griechisch-mazedonischen Grenze, dringend Hilfe von Volunteers und vor allem auch Zelte, Isomatten und Schlafsäcke gebraucht werden. Diese Facebook-Seite nennt sich „Are You Syrious“ und schreibt täglich News über die Flüchtlingskrise und gerade auch für Volunteers, damit diese wissen wo was Sache ist. Unter dem Artikel war eine Handynummer einer Helferin vor Ort vermerkt. Die riefen wir also kurzerhand an, um sicher zu gehen, dass wir nicht umsonst noch ein mal 700-800 km fahren würden. Und sie beschrieb die Situation in Idomeni katastrophal und sagte uns, dass wenn wir es irgendwie einrichten könnten zu kommen, dann sollten wir das tun.

Gesagt getan. Wir sprachen mit unserem Team und dem IHA in Slavonski Brod, ob es in Ordnung wäre wenn ein Teil unseres Teams nach Idomeni fahren würde. Das Personal in Slavonski Brod war dadurch zwar etwas unterbelegt und es mussten Doppelschichten eingelegt werden aber wir waren uns alle einig, dass die Menschen in Idomeni grade unsere Hilfe brauchen. Und so haben sich zwei aus unserem Team und zwei aus dem Team des IHA zusammengeschlossen und angefangen zu packen was ging. Wir haben auch andere Hilfsorganisationen in Slavonski Brod angesprochen, ob sie uns auch noch etwas mitgeben könnten. Und so haben wir mehrere Zelte, Isomatten, Decken und Schlafsäcke bekommen, die wir allesamt mit nach Idomeni nehmen konnten. Das Packen war noch mal eine Herausforderung, denn nach Serbien und Mazedonien darf man keine gebrauchten Sachen bringen. Also haben wir alles so gut es ging gepackt, dass man es von außen nicht mehr direkt sehen konnte. Und wenn doch, haben wir uns die typische Geschichte des Campingausflugs überlegt. Im Winter. Aber naja, würde schon klappen.

Und dann brachen wir auf. Ca. 9 Stunden Autofahrt warteten auf uns. Aber letzten Endes sind wir mitten in der Nacht dann in Idomeni angekommen. Und uns war direkt klar, es ist gut, dass wir hier sind. Die Zelte reihten sich aneinander, hier und da brannte ein Lagerfeuer an welchen sich vereinzelt noch Menschen aufzuwärmen versuchten. Auch eine kleine Schlange von Menschen war an einem Zelt, an dem es anscheinbar Tee gab. Das war unsere erste Anlaufstelle. Wir setzten uns zusammen mit noch weiteren Helfern, die gerade angekommen waren und denen, die schon da waren, in einen Kreis und unterhielten uns erst mal ein bisschen. Nach ca. einer Stunde waren wir müde, hatten die Zelte, Schlafsäcke, usw. eingelagert und uns für den darauffolgenden Tag verabredet, um zusammen Essen einkaufen zu gehen.

Also sind wir am nächsten Tag für Sage und Schreibe noch einmal 1000€ Essen kaufen gegangen. Zurück im Lager fuhren wir rückwärts mit dem Auto an das Zelt (die Suppenküche) heran, um auszuladen. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich eine Menschenkette aus Volunteers und Refugees, die helfen wollten. Und so hatten wir in Rekordzeit das Essen ausgeladen und eingelagert. Sowohl die Menschen der Suppenküche als auch die Refugees bedankten sich überschwänglich und herzlich, denn es sollte die erste vernünftige Mahlzeit nach einer Woche sein. Und so fingen alle gemeinsam an zu schnibbeln und zu kochen und nach ein paar Stunden stellten sich dann alle geduldig in eine lange Schlange und warteten auf ihre Portion Suppe.

Mit eurer Hilfe, konnten wir vielen Refugees nicht nur menschliche Nähe geben, sondern ihnen auch warme Füße, ein warmes Bett und warme Mahlzeiten geben. Wir konnten auf dieser einen Fahrt schon mehreren tausend Menschen helfen. Und deshalb bitte ich euch uns auch weiter zu unterstützen, damit unsere nächste Fahrt noch erfolgreicher wird.

Euer Verein für eine schönere Willkommenskultur

https://www.facebook.com/schoenere.willkommenskultur/

https://www.betterplace.org/de/projects/35662

Auf den Bildern unten sieht man Volunteers im white tent, wie sie Kleidung und weiteres verteilen. Dann das „Gatter“ durch welches die Refugees gebracht wurden, damit sie in einer Reihe bleiben. Ein paar unserer gekauften Schuhe. Ein Teil unseres Einkaufs in Idomeni und eine Menschenschlange von Refugees die auf ihre Portion Suppe warten (zu sehen ist links im Bild im Eisenbahnwagon eine andere Suppenküche als die, die wir beliefert haben. Davon haben wir leider kein Bild)

Eine Menschenschlange von Refugees, die auf ihre Portion Supe warten
Eine Menschenschlange von Refugees, die auf ihre Portion Suppe warten
Ein Teil unseres Einkaufs in Idomeni
Ein Teil unseres Einkaufs in Idomeni
Ein Teil unseres Einkaufs in Slavonski Brod
Ein Teil unseres Einkaufs in Slavonski Brod
Das "Gatter", durch welches die Refugees gebracht wurden, um in einer Reihe zu bleiben
Das „Gatter“, durch welches die Refugees gebracht wurden, um in einer Reihe zu bleiben
Volunteers im "wihte tent" bei der Ausgabe von Kleidern und anderen Hilfsgütern
Volunteers im „white tent“ bei der Ausgabe von Kleidern und anderen Hilfsgütern