Bald geht es nach Südfrankreich, helft uns das Auto dafür zu kaufen!

Liebe UnterstützerInnen,
Es ist so weit, wir ziehen uns aus Grande Synthe zurück. Zu den genauen Hintergründen könnt ihr hier etwas lesen: https://www.facebook.com/KeshaNiyaProject/posts/417668961911310
Nun machen wir uns auf den Weg nach Südfrankreich, dort wollen wir uns in der Nähe von Nizza vorerst niederlassen um von da mobile Hilfe für Geflüchtete entlang der Italienisch-Französischen Grenze leisten. Zu diesem Zweck wollen wir uns jetzt ein Auto kaufen. Und wir haben auch schon das perfekte Auto gefunden! Es ist ein wunderschöner Citroen Jumper, mit Anhängerkupplung das optimale Auto für unsere Zwecke. Der Kaufpreis liegt bei 7140,-€. Wir haben uns schon einiges zusammengespart, brauchen aber trotzdem eure Hilfe um uns den Kauf leisten zu können und auch um in Nizza aktiv zu sein!
Am Sonntag wollen wir den Kaufvertrag unterschreiben, spenden könnt ihr hier (mit Spendenquittung bei Bedarf):

www.betterplace.org/p44970 (Überweisung, Paypal, Kreditkarte, etc. – mit automatischer Spendenquittung)

Kontoinhaber: Schoenere Willkommenskultur e.V.
IBAN: DE70290501010081690141
SWIFT/BIC-Code: SBREDE22XXX
Betreff: Citroen Jumper

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Wir sind noch da!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde,
Entschuldigt die lange Zeit, in der wir nichts gepostet haben. Im letzten Jahr ist viel passiert, aus einem kleinen 2-Wochenprojekt im Camp La Liniere in Grande Synthe bei Calais ist ein Dauerprojekt geworden, in welchem wir nun seit März 2016 aktiv sind. Seitdem sind wir dort mit den Freiwilligen im Camp in Kontakt und managen zusammen die Küche, die Community Kitchens und die Holzverteilung. Dank eurer Hilfe war es uns möglich schon über 20.000,-€ Spenden zu sammeln! Das ist großartig und weit aus mehr als wir uns erträumt hätten, als wir zum ersten Mal 2015 eine Fahrt nach Kroatien und Griechenland unternommen haben.

Das hier soll ein Erinnerungspost sein, nur, weil wir nicht die Zeit haben immer etwas über diese Seite zu posten, heißt das nicht, dass wir aufgehört haben an unserem Ziel, Flüchtlingen in Europa eine schönere Willkommenskultur zur bereiten, zu arbeiten. Wir sind immer noch aktiv, wir arbeiten immer noch weiter, wir sammeln immer noch Spenden um das Kesha Niya Projekt in Grande Synthe am laufen zu halten.
Wenn ihr wissen möchtet, was zurzeit im Camp passiert, besucht die verlinkte Facebook-Seite.
Weitere Infos folgen die Tage.
Alles Liebe, euer SWK-Team

https://www.facebook.com/KeshaNiyaProject

To donate money you can use any of the following:
Betterplace: https://www.betterplace.org/en/projects/44970 (Credit card, bank transfer, paypal, giropay)
Paypal: https://www.PayPal.me/keshaniya
Paypal via Email: schoenere.willkommenskultur@gmail.com (https://www.paypal.com/uk/webapps/mpp/send-money-online)
Bitcoin: 1LWDTN4yfW3Nj2a5Pi1umn4fgm6p9DfJZa
Bank account:
Depositor: Schoenere Willkommenskultur e.V.
IBAN: DE70290501010081690141
SWIFT/BIC-Code: SBREDE22XXX

Der Food Truck in Grande Synthe, FR

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Ein Platz ist noch frei

Montag (4.6.) morgen fährt wieder jemand in die Kesha Niya Kitchen im Flüchtlingscamp in Grande Synthe. Dafür brauchen wir noch ein paar Sachen: Schlafsäcke, Tahini, Banner (Oder Stoff für Banner), Teller und Löffel. Wenn jemand von Bremen oder von irgendwo auf der Strecke mitkommen möchte, schreibt uns einfach oder ruft uns an 004915788857045. Einen Schlafplatz gibt es, und wir arbeiten in der Küche, sprich kochen, schnibbeln, putzen und so weiter.13528076_982972758468070_1037354608442416994_o

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Wir brauchen EUCH in Frankreich!

Die Küchen Crew ist momentan extrem unterbesetzt und wegen des Ramadan muss viel länger gearbeitet werden als normal.

Wer Lust hat, bemerkenswerte Menschen kennen zu lernen, sich von neuen Kulturen inspirieren zu lassen und einen kurdischen Kochkurs umsonst zu bekommen, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen uns zu unterstützen. 😉

Zeigt mit uns zusammen den Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten mussten, das es neben Zäunen und bürokratischen Hürden auch ein offenes und herzliches Europa gibt!

Außerdem brauchen wir grade auch dringend finanzielle Unterstützung. Wir bereiten nach wie vor über 1000 Mahlzeiten am Tag und uns ist das Geld ausgegangen. Wenn ihr uns unterstützen wollte könnt ihr das über

Paypal: https://www.PayPal.me/keshaniya
Paypal via Email: schoenere.willkommenskultur@gmail.com
Bitcoin: 1LWDTN4yfW3Nj2a5Pi1umn4fgm6p9DfJZa
Überweisung:
Kontoinhaber: Schoenere Willkommenskulture. V.
IBAN: DE70290501010081690141
SWIFT/BIC-Code: SBREDE22XXX

Danke <3

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Unser Auto ist kaputt

Hallo ihr Lieben,
auf unserem Weg nach Dünkirchen ins Flüchtlingscamp hat unser einziges Camp-Fahrzeug einen Motorschaden erlitten

Das bedeutet, dass aktuell kein Auto für die unabdingbaren Versorgungs- und Einkaufsfahrten für die Lebensmittelzufuhr der Küche verfügbar ist. Das ist für uns eine absolute Katastrophe!

Die Reparatur des Fahrzeugs kostet ca. 3000€…
Um dies finanzieren zu können und weiterhin eine Essensversorgung der Flüchtlinge ermöglichen zu können, sind wir auf eure Hilfe im Sinne von Spenden angewiesen.

Bitte unterstützt uns hier. Gespendet werden kann unter:

Spenden

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Zurück in die Realität?!

Wir sind von unserem zweiten Einsatz in Dunkirk, in Nordfrankreich, zurück gekommen. Je länger wir uns dort im Camp bewegen und je besser wir die Menschen kennen lernen, desto seltsamer kommt uns unsere Welt und unsere Politik vor. Das Dublin-System ist verrückt und die Lebensumstände der Flüchtlinge haben nichts mit Menschenrechten zu tun. Trotz allen Widersprüchen und heftigen Geschichten, mit denen wir konfrontiert wurden, hatten wir aber auch viele schöne Erlebnisse. Wir haben unglaublich wertvolle Menschen mit klugen Gedanken getroffen und dafür sind wir Dankbar!

Das Küchenteam besteht mittlerweile aus Helfern und Campbewohnern gleichermaßen. Das funktioniert viel besser als das Trennen von Flüchtlingen und nicht-Flüchtlingen, was wir bei unserer ersten Fahrt kritisiert haben.
Auch die Bäckerei und die Fahrradwerkstadt laufen weiterhin gut.

Einer aus unserer Gruppe fährt schon am Mittwoch wieder nach Dunkirk und bleibt dann erst mal vor Ort. Der Rest möchte Richtung Juni nachkommen. Und noch mal die Bitte um eure Hilfe. Dieses Mal bitten wir euch, eure Geschirrschränke auszuräumen. Überschüssige Teller, Tassen und Schüsseln werden in Dunkirk dringend gebraucht. Und haben wir nicht eh alle etwas zu viel Geschirr zu Hause?

Falls ihr uns da weiterhelfen könnt, meldet euch einfach über Facebook: https://www.facebook.com/schoenere.willkommenskultur, E-Mail: info@schoenere-willkommenskultur.eu oder hier http://schoenere-willkommenskultur.eu/kontakt

Danke schon mal!

Ein Freund von uns, der seit ca. fünf Monaten in Nordfrankreich in verschiedenen Camps lebt, hat für uns einen Text über seine Situation geschrieben. Der Text ist auf Englisch, aber er gibt einen sehr persönlichen Einblick in die hoffnungslose Situation, in der sich die Menschen befinden. Darum wollen wir ihn euch nicht vorenthalten:

 

Any human whatever he does, or decision he/she makes, there is definitely some reason. Be sure that no one likes to leave their country, mother, father, sister, brother, friends, and peers. We had no other choice but to seek a better life and more secure peace. When I left my city, (Sulaimanyah) I went to Turkey then some other countries. After a lot of tiredness, rough times, and danger we arrived in Germany by foot. I will describe Germany in one sentence: it’s a sophisticated, high-tech, professional, clean, beautiful and lawful country. But in Germany those things are for their people, not for us. After 8 months of harshness without any result, they haven’t given a court appointment to indicate you destiny. I have spent 12000$ from Kurdistan till now. Now after 10 months they haven’t done anything for us. Everyone has a rough life. Some have decided to go to Italy, some to France, others to Britain. It has not been easy for those that have gone to these countries either. Once they arrived, there have been problems with fingerprint identification. After passing that road of death to Britain, fingerprints will be detected and they will deport him to the country he did the fingerprint. I am sure and have no doubt that even if pass that road of death to Britain they will deport me 100% to Germany. I have been documented here and must remain because of the European Union law. I am so disappointed. I am exhausted physically and mentally, I can’t take it anymore. I ultimately must choose between 2 really bad choices. Either, I have to stay in Europe without work until the end of my life. I will be unsettled which is very difficult to tolerate. Or I can go back to my country. This is also very difficult after all the pain and all the money I spent and that my country’s situation become worse.

 

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Übermorgen ist es schon wieder so weit

Wie ihr ja wisst wollen wir Mittwoch wieder mit 5 Leuten für eine Woche nach Grande Synthe (bei Dunkirk in Frankreich) fahren. Dort sind wir vornehmlich damit beschäftigt zu kochen, machen nebenbei aber immer auch noch kleinere Projekte wie die Bäckerei, eine Fahrradwerkstatt und alles was uns eben so einfällt. Für die Küche gibt es allerdings immer ein paar Sachen die wir teuer vor Ort kaufen müssen. Daher hier eine Spendenbitte: Wenn ihr uns Tahin, Kokosmilch, 2 große Schneidebretter und ein paar scharfe Messer spenden würdet, wäre das toll! Wenn ihr etwas über habt, könnt ihr das gerne in die Grundstraße 32 bringen. Am besten ihr schreibt vorher kurz an info@schoenere-willkommenskultur.eu, http://schoenere-willkommenskultur.eu/kontakt oder ihr ruft mich eben an 015788857045

Euer Verein für eine Schönere Willkommenskultur

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Hallo allerseits!

Entschuldigt die lange Zeit, in der wir nichts geschrieben haben. Wir sind seit dem 8.4. wieder zu Hause und hatten alle erst mal viel zu tun. Auf der Fahrt ist viel passiert, wir haben viel erlebt, viel schönes aber auch schlechtes. Näheres erzählen wir euch aber noch mal bei einer anderen Gelegenheit. 

Gestern haben wir uns dann das erste mal nach der Fahrt getroffen, die letzte Fahrt besprochen und im gleichen Zuge beschlossen schon am Mittwoch wieder mit 5 Leuten nach Dunkirk zu fahren. Die Volunteers vor Ort sind grade extrem unterbesetzt, deshalb geht es für uns dann noch mal für eine Woche los. Weitere Infos folgen noch.

Bis dahin,

Euer Verein für eine Schönere Willkommenskultur

Grande Synthe
Grande Synthe

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Bericht

Nochmal ein großes Hallo

Für einen Teil unserer Gruppe ist der erste Aufenthalt in Dunkerque seit Sonntag schon wieder vorbei, da wir wieder zur Arbeit oder Ausbildung müssen. Während unsere Kollegen also die Stellung halten, bin ich seit zwei Tagen wieder in Deutschland und hatte etwas Zeit meine Eindrücke zu verarbeiten.

Hier ist mein Bericht:

Wir haben unendlich viel Obst geschnippelt, Kartoffeln geschält, eine Bäckerei aufgebaut, wichtige Dinge eingekauft und bestimmt eine Millionen Liter schwarzen Tee gekocht.
Aber vor allen Dingen haben wir mit Menschen gesprochen. Und das war für mich fast genauso wichtig, wie Essen auf den Tisch zu bringen.

Die Verzweiflung, die Frustration und Ratlosigkeit, der ich begegnet bin, ist unbeschreiblich groß und es gibt keine Aussicht auf eine Verbesserung der Situation. Die Menschen sind vor Krieg und Verfolgung geflohen; die komplette Familie eines Freundes wurde beispielsweise 2014 im Irak vom so genannten IS getötet. Dann haben sie sich auf einen langen und gefährlichen Weg begeben, in ein besseres und sichereres Leben und haben dafür alles Vertraute in ihrer Heimat zurückgelassen. Nach der lebensgefährlichen Überfahrt nach Griechenland und dem langen Weg durch europäische Länder, die sie immer nur möglichst schnell wieder weiter geschickt haben, sind viele von Ihnen irgendwann in Deutschland angekommen. Hier allerdings haben Menschen aus dem Irak nur bedingt Chancen auf Papiere und eine Arbeitserlaubnis. Aus diesen Gründen oder aber auch, weil sie Familie in England haben, sind die Menschen dann noch weiter gewandert und nach Nordfrankreich gekommen.
Dort ist dann allerdings erst einmal Endstation. Die französische Regierung fühlt sich nicht verantwortlich und kümmert sich nicht um eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge. Im Gegenteil, sie haben Zelte und Hütten weggerissen und sind diesen Menschen mit noch mehr Gewallt gegenübergetreten. Alle Hilfe rund um Calais kommt von NGO’s und freiwilligen Helfern.

Also ergreifen die Menschen die einzige Möglichkeit, die Ihnen noch bleibt und das ist der Versuch auf illegalen Wegen nach England zu gelangen. Die Schmugglermaffia, die sich entwickelt hat, und die Macht die diese besitzt, ist sehr groß und erschreckend. Allerdings haben viele Leute erstaunlich offen mit mir über die Methoden der Schmuggler gesprochen.

Es ist erschreckend welchen Gefahren die Menschen sich und ihre Kinder aussetzen, um nach England zu gelangen. Sie legen sich auf LKW Achsen oder harren zum Teil über 20 Stunden in Tiefkühltransportern aus, nur um dann an der Grenze doch gefunden und wieder zurück geschickt zu werden. Die Gesichter der erfolglos zurückgekehrten Menschen waren wohl das am schwersten zu Ertragene in Dunkerque.
Und dann, in der Nacht von Freitag auf Samstag ist ein Junge aus dem Camp auf der Flucht gestorben, er lag auf einer LKW Achse und der LKW war in einen Unfall involviert, so das der 17 jährige Junge herunter gefallen und gestorben ist.
Die Stimmung im Camp am nächsten Tag ist schwer in Worte zu fassen. „Was sind wir?“ fragte mich einer meiner neuen Freunde, „sind wir keine Menschen? Haben wir keine Rechte?“

Was soll man darauf antworten? Wir sind alle gleich! Natürlich gibt es Unterschiede in der Kultur und der Geschichte die man beachten muss, aber am Ende kommt es auf die Situation und die Zeit an, in der wir Leben. Waren unsre Großeltern nicht auch noch Flüchtlinge?

Niemand sollte in Europa in einem solchen Elend leben müssen, wie man es in Nordfrankreich findet. Niemandem sollte die Möglichkeit vorenthalten werden einer Beschäftigung nachzugehen und sein eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Und erst recht sollte auf unserem Kontinent niemand gezwungen sein sich in lebensgefährliche Situationen zu begeben und möglicherweise zu sterben.

Der Flüchtlingsrat aus dem Camp in Dunkerque hat als Reaktion auf den Tod des Jungen einen offenen Brief an die englische Regierung geschrieben, ihr findet diesen als Foto beigefügt. Bitte lest, teilt und verbreitet ihn um damit Druck aufzubauen!

Wir bleiben weiterhin vor Ort aktiv und berichten euch von allen neuen Geschehnissen und Aktionen. Falls ihr unsere Sache unterstützen wollt, könnt ihr das auf viele verschiedene Weisen tun:

– Erkundigt euch nach den Möglichkeiten neu Angekommene in eurer Nachbarschaft zu unterstützen, lernt sie kennen und seit als Menschen für andere Menschen da.

– Organisiert eure eigene Fahrt! Wenn ihr Zeit und Kraft habt meldet euch bei uns oder bei der IHA http://www.iha.help/ .

– Wenn ihr noch Klamotten, Schlafsäcke, Schuhe oder sonstiges habt was ihr nicht mehr braucht, nehmen wir es gerne mit auf unsere nächste Fahrt, meldet euch einfach. Eine Liste von allem was wir brauchen findet ihr weiter unten auf unserer Seite.

– Falls ihr ein paar Euro übrig habt, können wir euch versprechen, dass sie da ankommen, wo es gebraucht wird, und leider wird es gebraucht. Auch zum Thema Geld spenden findet ihr auch hier auf unserer Seite.

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Ein erster Eindruck

Hallo an alle Unterstützer, Unterstützerinnen, Freunde, Freundinnen und Interessierte aller Art.

Seit Freitag Abend sind wir jetzt in dem neu eröffneten Camp in Dunkirque in der Nähe von Calais in Nordfrankreich. Hier leben zur Zeit etwas über 1500 Flüchtlinge, die meisten von ihnen sind irakische Kurden. Alle wollen aus verschiedenen Gründen unbedingt nach England. Da England aber keine Flüchtlinge einreisen lassen möchte, stranden die menschen hier, manche mit denen wir gesprochen haben sind schon seit einem halben Jahr hier. Viele von ihnen haben in Calais im sogenannten Junglecamp gelebt, bevor es Großteils geräumt wurde und die menschen hierher umgezogen sind. Das neue Camp ist eigentlich sehr gut organisiert, es gibt kleine Holzhütten in denen bis zu sechs Menschen leben, diese sind nur dürftig gedämmt und die meisten Haushalte verfügen auch über einen Ofen oder eine Kochmöglichkeit. Es gibt drei mal pro tag essen für alle und die Toiletten und Duschen sind verhältnismässig sauber und hygienisch.
Je länger wir aber hier sind und mit je mehr Menschen wir hier sprechen, desto klarer wird wie aussichtslos die Situation für die Menschen ist und wie müde sie von all dem sind, was sie erlebt haben.

Unsere Aufgaben hier sind vielfältig. Wir unterstützen die Volxküche München, die hier jeden Tag für Frühstück und Abendessen für über 1000 Menschen sorgt und einen wirklich guten Job macht. Das heißt viel schnibbeln, abwaschen, einheizen, kochen und an der Ausgabe helfen. Es wird im Moment noch viel gebaut, die Hütten bekommen noch Vorbauten und es werden Gemeinschaftsküchen aufgebaut, hier und bei anderen organisatorischen arbeiten helfen wir mit. Ein junger Mann, der ein paar Monate lang im Jungle in Calais gelebt hat sagte: „die Umstände im neuen Camp sind zwar viel besser, aber im Jungle hatte ich wenigstens etwas zu tun und konnte arbeiten“. Sowohl in der Küche als auch beim Bauen könnte man die eigentlichen Bewohner des Camps viel mehr mit einbinden, denn davon würden alle profitieren. Den Leuten ist es zum Teil auch unangenehm jemand anderem zur Last zu fallen, sie wollen wieder unabhängig sein. Wir hoffen, dass wir in unserer Zeit hier etwas in die Richtung bewegen können.
Heute haben wir in einer kleinen outdoor Bäckerei mit zwei Öfen eingeheizt und Mehl, Wasser, Öl und Salz zur Verfügung gestellt, damit die Menschen ihr eigenes, kurdisches Brot backen konnten. Das hat sehr gut funktioniert und es war den ganzen Tag etwas los. Außerdem werden wir Fahrradflickzeug besorgen, sobald die Feiertage vorbei sind und eine Art Freischrauber Nachmittagswerkstatt anbieten.

Was noch erstaunlich ist, ist die Tatsache dass viele der Bewohner zuerst in Deutschland waren, dort aber nicht bleiben wollten, weil sie nicht arbeiten durften oder unfreundlich behandelt worden sind. Sie sind lieber hier mit der geringen Hoffnung irgendwann nach England zu gelangen als in Deutschland in einer unserer Turnhallen bleiben zu müssen und nicht arbeiten zu dürfen.

Darum fordern wir an dieser stelle noch ein Mal ganz deutlich eine Schönere Willkommenskultur! In Deutschland, Europa und überall wo Menschen sich ein besseres und sichereres Leben aufbauen wollen!

Flüchtlinge sind keine hilfsbedürftigen Menschen, aber unsere Asylpolitik macht sie zu welchen.

Also tröpfeln wir weiter Wasser auf den heißen Stein und versuchen mit unserer Energie und euren Spenden den Menschen hier das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Euer SWK Team ❤️

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